Strategieletter 4

Herbst 2018


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Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

 

bei diesem 4. Strategieletter geht es um zwei Themen, die Unternehmer und Führungskräfte immer wieder vor Herausforderungen stellen. Zum einen ist es die Frage, wie man eine "Kopf-, Herz- und Hand-Strategie" ganzheitlich entwickelt, die schnell und sicher greift, zum anderen was es persönlich braucht, um strategische Veränderungsprozesse zu meistern.

Auf jeden Fall, das nehme ich hier vorweg, geht es nicht ohne Bewusstseinsveränderung und Systemdenken. Die Betroffenen der Veränderung agieren häufig nach dem Motto: "Lieber bekanntes Elend, als unbekannte Freude". Damit lässt sich aber "kein Blumentopf" gewinnen.

Wollen Sie Einzigartigkeit und Alleinstellung Ihres Unternehmens weiter voranbringen,  dann freue ich mich, wenn Sie aus diesem Strategieletter erneut wertvolle Erkenntnisse für sich gewinnen.

Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen und dass ich weiterhin mein Erfahrungswissen mit Ihnen teilen darf.

Beste Grüße, eine besinnliche Adventszeit und jetzt schon ein spannendes Jahr 2019!

   Ihr

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Themenübersicht

Teaser UnternehmensStrategieUnternehmensStrategie

Funktionierendes Wirksystem einer ganzheitlichen Strategie



Teaser PersönlicheStrategiePersönlicheStrategie

Change Prozesse persönlich meistern



UnternehmensStrategie

Funktionierendes Wirksystem einer ganzheitlichen Strategie

Strategie ist ein ganzheitliches Gesamtkonzept, um eine dauerhaft einzigartige Marktposition zu erschaffen und zu halten. Strategie ist die Art und Weise, wie man sich innerhalb einer Branche positioniert und wie man seine Ressourcen einsetzt um folgende fundamentale Ziele zu erreichen:

  1. Existenzsicherung auf lange Sicht (über Generationen hinaus).
  2. Einzigartiger „Problemlöser/Anbieter“ für eine klar umrissene, ideale Zielgruppe zu sein, die zum Unternehmen passt.
  3. Marktführer in seinem Geschäft zu sein.
  4. Eine überdurchschnittliche Rendite zu erzielen. 
  5. "Abenteuerspielplatz“ (ideales Entwicklungsumfeld) für alle Mitarbeitende im Unternehmen zu sein, damit diese ihre Potenziale zur Entfaltung bringen können.
  6. Die ökologische, soziale und finanzielle Nachhaltigkeit sicherzustellen.

Ausgangspunkt der Strategie ist also immer die Frage: Wie können wir einzigartig sein? Dazu wurde von Dr. Rudolf Mann das Grundmodell einer ganzheitlichen Strategie entwickelt. Es ist von mir nach intensiver Auseinandersetzung mit den tieferen Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 sowie den aktuellen Umweltherausforderungen (Klimaerwärmung, drastische CO2-Reduktion, Lösung der Energiefrage etc.) um den Wirkfaktor „Umwelt-/Systemnutzen“ erweitert worden und hat den Namen „Ganzheitlich-Integrale Unternehmer-Strategie“ (GIUS) erhalten (Abbildung 1). Darüber hinaus wurden die dahinterliegenden Strategiemethoden, -werkzeuge und -arbeitsschritte von mir in den letzten Jahren wesentlich verfeinert und optimiert.



Abbildung 1: 
Wirksystem einer ganzheitlichen Strategie


Doch zunächst zum viel gescholtenen Begriff „ganzheitlich“. Was heißt ganzheitlich?
Nicht nur in der Medizin gibt es eine Inflationierung dieses Begriffs. Keiner weiß so richtig, was damit wirklich gemeint ist. Und was bedeutet „ganzheitlich“ für einen Strategieprozess und seine Umsetzung für ein Unternehmen? Hier die wichtigsten Kriterien, die umschreiben, was damit gemeint ist:

Unternehmen existieren wie lebende Organismen auf drei Ebenen: auf 1. der geistig-visionären, 2. einer psychisch-emotionalen und 3. der materiellen Ebene. Die Zusammenhänge sind in Abbildung 2 ersichtlich (Ebenen der Unternehmenssteuerung). Materielle und immaterielle Ebenen sind durch die skizzierte „Schranke“ voneinander getrennt.


Abbildung 2:Ebenen der Unternehmenssteuerung


Diesem Sachverhalt muss im Strategieentwicklungs- und Umsetzungsprozess durch die angewandten Methoden und Strategietools unbedingt Rechnung getragen werden. Die EKS nach Wolfgang Mewes hat hier zum ersten Mal richtungweisende Impulse gesetzt.

Funktionsweise des Wirksystems – eine Kurzbeschreibung

Zur Entwicklung der Strategie werden – vereinfacht gesagt – die vernetzten Wirkfaktoren (vgl. Abbildung 1) mit erkenntnisfördernden Methoden und Techniken gemeinsam im Führungsteam analysiert, entwickelt, abschließend definiert sowie sukzessive zu einem strategischen Gesamtkonzept zusammengeführt. Es hat sich herausgestellt, dass dieses aufs Wesentliche reduzierte System den komplizierten linearen Strategiemodellen deutlich überlegen ist. Durch die Vernetzung sowie das emotional-intellektuelle Ringen um die besten und stimmigsten Lösungen entsteht bei den Beteiligten nach und nach die innere Sicherheit, mit der Strategie auf dem richtigen Weg zu sein. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, sie mit „Kopf, Herz und Hand“ (Pestalozzi) umzusetzen. Tatsächlich werden in einem derartigen Prozess bereits die ersten Umsetzungserfolge durch Lösung des strategischen Engpasses gefeiert. Der sich daraus ergebende Umsetzungsfahrplan ist damit bereits auf den Weg gebracht.

Im Folgenden sind diese Wirkfaktoren zum besseren Verständnis kurz erläutert.


Dieses vielfach praktizierte Strategiesystem mit seinen 6 Wirkfaktoren kann die langfristige Existenzsicherung und Alleinstellung eines Unternehmens, trotz Unsicherheit sowie sich beschleunigender Entwicklungen, am ehesten garantieren und das Thema „Nachhaltigkeit“ integral in der Strategie verankern.

 


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PersönlicheStrategie

Change Prozesse persönlich meistern


Die persönlichen Anforderungen an strategische Change Prozesse sind heute in Unternehmen besonders hoch. Diese ergeben sich einerseits aus der Entwicklung und Umsetzung einer neuen Strategie und andererseits aus der notwendigen Verhaltensänderung der beteiligten Akteure. Dabei ist Kräftekonzentration – persönlich wie kollektiv – der entscheidende Hebel. Besonders gute Erfahrungen habe ich mit dem „Transfer“ der fundamentalen Prinzipien der MEWES Strategie (EKS-Strategie) ins Tagesgeschäft gemacht:

  1. Konsequente Konzentration der Kräfte auf die Spezialisierungsleistungen im Markt (weg vom ver-zettelten Anbieter, der es jedem und allem recht machen will).
  2. Konzentration auf die Lösung von Schlüssel- oder Kernproblemen, statt jedes einzelne Problem separat lösen zu wollen.
  3. Minimum-Faktoren systematisch erkennen und lösen, d.h. Engpassorientiertes Denken und Handeln in der Organisation zu verankern und zu pflegen.
  4. Nutzen-Maximierungs-Denken für die Zielgruppe – den Kunden lieben lernen wie sich selbst.

Change Prozesse scheitern, wenn man derartige fundamentale Gesetzmäßigkeiten im Prozessverlauf missachtet. Doch selbst dann, wenn man als Unternehmer bzw. Geschäftsführer meint, alles richtig gemacht zu haben, kann der Change misslingen. Man hat es bekanntlich mit Menschen und sozialen Dynamiken zu tun, und diese sind immer für eine Überraschung gut. Aus meiner Erfahrung haben sich sieben Faktoren herausgeschält, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Gesamterfolg führen:

  1. Eine solide Auftragsklärung zu Beginn des Projektes mit Klarheit über die persönlichen Erwartungen und Risiken.
  2. Eine hohe persönliche Lernbereitschaft der handelnden Personen im Unternehmen  (Unternehmer, Geschäftsführung, Führungskräfte in Schlüsselpositionen sowie der „Meinungsmacher“ in der Firma).
  3. Bereitschaft der Betroffenen, sich selbst und ihre bisherigen Denk- und Verhaltensweisen infrage zu stellen und positiv zu verändern.
  4. Eine gemeinsame Vision („shared vision“), die man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen muss und an der man sein Denken und Handeln täglich ausrichtet.
  5. Regelmäßige Feedbackschleifen bezüglich des Erreichten sowie Durchführung notwendiger Korrekturen.
  6. Bewusstheit führt. Der Bewusstere führt den Unbewussteren. Chef und Führungskräfte müssen sich zunächst bewusst machen, welche Bewusstseinsblockaden und mentale Hindernisse im Wege stehen, um einen „breakthrough“ zu erzeugen.

Denn das größte Hindernis ist die Angst vor Veränderung, Festhalten an alten Mustern und Routinen, die destruktiv sind und Fortschritt verhindern sowie unbewusste, mentale „Negativprogramme“ (Glaubensmuster), die treffsicher immer wieder die gleichen, begrenzten Ergebnisse hervorbringen. Das sind die „Teufelskreisläufe“ aus denen man aussteigen muss, wenn man weiterkommen will.

Diese macht man sich am besten mit dem Modell „Wille 1 – Wille 2“ (siehe Abbildung 1) bewusst. Was bedeutet das?


Abbildung 1:
"Wille 1 und Wille 2"


Der „Wille 1“ entspricht dem „äußeren“ Willen („Das was ich sage, was ich will“). Dieser hat aber höchsten 5% der Kraft. Vielfach stärker wirkt der „innere“ bzw. "wahre"  Wille, genannt der „Wille 2“. („Das was tatsächlich geschieht und ich nicht wahrhaben will“).

Ein wirksame persönliche und nachhaltige Verhaltensänderung kann nur geschehen, wenn ich mir dies eingestehe und die Blockaden und Glaubensmuster auflöse, die dem "Willen 2"  zugrunde liegen.

Denn Widerstände überwindet man am sichersten, wenn man nicht gegen sie anrennt, sondern Mittel und Wege findet, sich diese bewusst zu machen und aufzulösen.



 


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